Religion in Schulen

Der Evangelische Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach an unseren Schulen. Zum Unterricht sind ausnahmslos alle Schüler und Schülerinnen eingeladen. Die Taufe, Konfirmation oder die Zugehörigkeit zur Württembergischen Landeskirche ist keine Voraussetzung zur Teilnahme am Unterricht.


In den Schulen Bad Wimpfens – der Grund - und Hauptschule mit Werkrealschule und dem Hohenstaufen Gymnasium – erteilen kirchliche und staatliche Lehrer den Evangelischen Religionsunterricht. Z.Zt. sind zwei Katecheten, drei Pfarrer/Innen und vier staatliche Lehrkräfte mit dem Religionsunterricht beauftragt. Der Unterricht wird in allen Klassenstufen und in allen Schularten zweistündig erteilt mit Ausnahme der 8. Klasse, in der einstündig unterrichtet wird.

Die Aufgaben und Ziele des Evangelischen Religionsunterrichtes bestehen in der Begleitung von Kindern und Jugendlichen bei der Suche nach Orientierung und Lebenssinn. Er leitet sie an, Beziehungen zwischen der biblischen Botschaft und heutiger Welt- und Lebenserfahrung herzustellen. Der Religionsunterricht will den Schülerinnen und Schülern das Evangelium von Jesus Christus nahe bringen und ihnen damit die entscheidende Orientierung im Leben anbieten.

Um dieses Ziel zu erreichen, fördert der Religionsunterricht die unterschiedlichsten Kompetenzen (z.B. die religiöse, ethische, personale, soziale und ästhetische Kompetenz) und behandelt Themen, die z.T. in enger Verbindung mit anderen Fächern stehen. Als Beispiel sei die Gentechnologie genannt, deren ethische Beurteilung ohne biologisches Fachwissen nicht möglich ist.

Meine Meinung zum Religionsunterricht

Wir haben Schüler und Schülerinnen der 10. und 11. Klassenstufe des Hohenstaufen Gymnasiums im Frühjahr 2008 nach ihren langjährigen Erfahrungen mit dem Religionsunterricht und der Stellung dieses Faches im Fächerverbund befragt. Herausgekommen sind sehr unterschiedliche Antworten, die zum einen stark durch die persönliche Beziehung zum Lehrer/ zur Lehrerin bestimmt sind auf der anderen Seite aber auch ein deutliches Gespür für die Ziele des Unterrichts zeigen. Die Antworten konnten anonym oder mit Namensnennung abgegeben werden. Aus der großen Anzahl der abgegebenen Antworten wurden exemplarisch eine Reihe von unterschiedlichen Stellungnahmen ausgewähl

  •   Meiner Meinung nach ist Religion ein sehr interessantes Fach. Man diskutiert über wissensreiche Themen und lernt auch etwas für das weitere Leben dazu. Zum Beispiel in der Bibel sind viele Lebensratschläge enthalten. Auch das Thema „Sterben und Tod“ ist sehr interessant, da man erkennt, dass man nicht auf alle Fragen eine Antwort bekommt. Gibt es eine Auferstehung?Persönlich finde ich Religionsunterricht ein sehr unterhaltsames Fach, da wir manchmal auch Ausflüge unternehmen. Schüler Marcel (16)
  •   Der Religionsunterricht hat mir in den Anfangsjahren viel über Gott und Jesus beigebracht und ich hatte immer viel Spaß dabei, weil er auch teilweise einen Grundstein für meinen Glauben gelegt hat.Jedoch finde ich es schade, dass momentan nicht mehr wirklich viel über den Glauben an sich geredet wird, sondern leider hauptsächlich irgendwelche Bilder beschrieben werden.Aber eigentlich finde ich Religion schon interessant, wenn die Themen ansprechend sind und zum Nachdenken anregen. Schülerin (10b), 16 Jahre
  •   Mit der Zeit hat Religion einen immer größeren Stellenwert in meinem Leben bekommen. In den 10 Jahren Religionsunterricht habe ich sehr viel über Gott und Jesus erfahren. Der Unterricht war manchmal sehr spannend; und es ging auch um Themen aus dem Alltag, die auch sehr interessant waren. Schülerin; 16 Jahre
  •   Religionsunterricht war immer sehr locker im Verhältnis zu den anderen Fächern. Interessante Themen fand ich die anderen Religionen. Ich finde es gut, wenn man in Reli nicht nur über Gott und die Bibel redet, sondern auch über gesellschaftliche Themen. Schülerin, 17 Jahre
  •   Der Religionsunterricht stellt für mich eine Abwechslung zum normalen, strengen Schulunterricht dar. Die Stimmung ist recht entspannt und besonders kleine Exkursionen sind sehr interessant (Kirche, Friedhof...). Auch das Lernen anhand von themenbezogenen Filmen bereitet mir und meinen Mitschülern große Freude. Schüler, 16 Jahre
  •   Seit 10 Jahren besuche ich nun schon den Religionsunterricht. In dieser Zeit habe ich viel über Gott und die Bibel erfahren und viel über die Vergangenheit gelernt. Religionsunterricht ist für mich im Gegensatz zu anderen Schulfächern ziemlich abwechslungsreich, lockerer und nicht so stressig. Schülerin am HSG, 16 Jahre
  •   Bei mehreren unterschiedlichen Lehrern hat mir der Reli Unterricht unterschiedlich viel Spaß gemacht. In den ersten Schuljahren fand ich Reli eigentlich am besten., da konnten wir noch viel zeichnen (eine Leidenschaft von mir :-) ). Wir haben in diesen Jahren alle wichtigen Themen grob beigebracht bekommen – das hat mir eigentlich gefallen. Jetzt - nach 10 Jahren - werden die meisten Sachen/Themen nur noch wiederholt oder vertieft. Da ich mich nicht unbedingt sooooo stark für den tieferen Sinn der Themen interessiere, macht es mir folglich auch nicht mehr so viel Spaß. Mein Interesse ist gedeckt!!! Wenn, dann beschäftige ich mich lieber allein mit Gott, wenn ich z.B. das Bedürfnis habe, zu beten. Schülerin, 15 Jahre.
  •   Der Religionsunterricht ist an unserer Schule sehr unterhaltsam und trotzdem lehrreich. Obwohl ich persönlich nicht getauft worden bin, besuche ich den evangelischen Religionsunterricht seit 10 Jahren. Schüler, 16 Jahre
  •   Der Religionsunterricht behandelt nicht nur die Thematik über die Bibel sondern auch Themen über alltägliche Situationen wie z.B. die Problematik von Medienmanipulation. Der Unterricht ist eben abwechslungsreich. Schüler, Jahrgangsstufe 11
  •   Am Reli-Unterricht allgemein finde ich gut, dass man über wichtige Themen aus unserem Leben diskutieren kann (z.B. das Thema Feindesliebe). Dabei kann der Reli-Unterricht einen Bezug von der Bibel zum täglichen Leben erleichtern.
  •   In diesem Jahr finde ich gut, dass wir durchgehend in der Bibel lesen und darüber reden. Dadurch werden die Schüler einerseits ermutigt, selber in der Bibel zu lesen und andererseits wird so für uns klarer, was mit dem biblischen Text gemeint ist. Allgemein gut in Reli finde ich, dass die Schüler bei den meisten Lehrern über die Themen mitbestimmen dürfen. Was aus meiner Sicht manchmal aber zu kurz kommt, ist die Frage nach dem persönlichen Glauben, dem persönlichen Bezug zu Gott. Doch das ist auch schwer, da jeder eine individuelle Meinung zu diesem Thema hat, und diese Aufgabe eher der Kirche zufällt. Trotzdem könnte das Thema mehr in den Reli - Unterricht eingebunden werden. Schülerin, Klasse 11b
  •   Den Religionsunterricht finde ich klasse. Es werden Themen behandelt, die einem ungläubigen Menschen im Leben weiterhelfen, was gut und wichtig ist. Schülerin, Klasse 11
  •   Der Unterricht kann interessant sein, wenn man Gott nicht nur hochlobt, sondern ihn auch kritisch betrachtet und viele Dinge hinterfragen kann. Auch sind Diskussionen ganz toll. Denn ich finde es nicht gut, wenn man den Schulstoff einfach nur zu Ende bringen will und die Dinge nur aufschreibt. Zum erstenmal hat es für mich persönlich Spaß gemacht in der Bibel zu lesen und sich mit Gott auseinander zu setzen. Schüler, 11a
  •   Fakt ist, dass Reli-Unterricht meist lockerer und breiter gefächert ist als andere Fächer wie Mathe, Bio oder andere. Religionsunterricht bietet Raum um über Dinge zu reden, die einen bewegen. Es wird viel diskutiert und manch Alltägliches kritisch betrachtet. Das wöchentliche Bibellesen bietet außerdem eine gute Basis dafür. Schülerin der Klasse 11a
  •   Den Religionsunterricht am HSG sehe ich als ausgezeichnet an im Gegensatz zu anderen Fächern, da hier die alltäglichen Dinge besprochen und diskutiert werden, und oft Themen aufkommen, über die man selbst sowieso gerne mal reden wollte. Die Ansprüche sind im Religionsunterricht nicht ganz so hoch, wie in anderen Fächern, da lediglich das Mitdenken entscheidend ist, und man hier automatisch gerne mitdenkt, da es Themen sind, die einen selbst betreffen. Auch wenn man in der Bibel liest, kann man die Hintergründe für das, was man liest, selbst erschließen und verstehen. In anderen Fächern muss man meistens das, was man liest, erst erlernen oder gar auswendig lernen. Außerdem können im Reli - Unterricht auch die eigenen Sorgen angesprochen werden. Im großen und ganzen kann ich sagen, dass ich mich immer auf den Reli-Unterricht freue. Schülerin Klasse 11a
  •   Der Religionsunterricht ist für mich ein Fach, das ich mir nicht mehr wegdenken möchte. Es ist ein Ausgleich zu den anderen Fächern, man diskutiert über die verschiedensten und doch alltäglichen Dinge. Man kann seine eigene Meinung mit einbringen, Erfahrungen austauschen und miteinander diskutieren. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat sich für mich vieles verändert, der Unterricht ist spannender und besser gestaltet. Wenn wir aus der Bibel lesen, diskutieren wir danach darüber und finden aktuelle Themen, die noch für uns interessant sind. Daran merkt man, dass es ein Fach ist, das einen selbst betrifft und immer aktuell sein wird. Schülerin 11b 
  •   Ich finde den Religionsunterricht bei (...) sehr interessant. Ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich an die Bibel glaube, doch durch ihren Unterricht sehe ich alles durch eine andere Perspektive. Der Unterricht ist sehr locker (aber nicht schludrig) und trotzdem informativ und vor allem sehr persönlich. Das mag ich sehr. Religionsunterricht bedeutet für mich im Moment nicht sehr viel, aber vielleicht ändert sich das ja noch. Ich finde es trotzdem sehr wichtig und finde, dass sich jeder damit auseinander setzen sollte. Machen sie weiter so! Schülerin 11b
  •   Im Religionsunterricht werden viele interessante Themen behandelt, wobei es nicht immer nur um die Religion geht, sondern auch, wie man sich im Leben verhalten sollte oder was es für Gefahren gibt. Schüler 11 b

 

 

 

 

 

(HB 2008)